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Carl Weyprecht (1832-1881)
Es liegen zur Zeit keine aktuellen Termine vor.
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Polarforschung Gestern
Historischer Teil über Carl Weyprecht und die Expedition von 1872-1874
Leihgeber:
- Heeresgeschichtliches Museum, Wien (HGM)
- Österreichisches Staatsarchiv, Wien
- Akademie der Wissenschaften, Wien
- Historisches Museum, Frankfurt
- Nachkommen von Carl Weyprecht:
Familien Heinemann und Kolb
Neben zahlreichen Exponaten aus dem Heeresgeschichtlichem Museum in Wien
finden wir die Nachbildung des Expeditionsschiffes „Tegetthoff“.
Aus dem Staatsarchiv werden das Schiffstagebuch und das
persönliche Tagebuch von Carl Weyprecht gezeigt.
Erstmalig ausgestellt wird als Leihgabe der Akademie der Wissenschaften die „Flaschenpost“
von Carl Weyprecht, die nach 104 Jahren im Jahre 1978 auf der Insel
Lamont von einem russischen Forscher gefunden wurde.
Ergänzt wird die Ausstellung mit persönlichen Erinnerungsstücken
Carl Weyprechts und seiner Familie.
Hauptaugenmerk findet jedoch die Nordpolexpedition von 1872-1874, die
Weyprecht im Auftrag der österreichisch-ungarischen Regierung unternahm
und bei der Franz-Josef-Land, der bis dahin letzte weiße Fleck auf allen
Karten der Welt, entdeckt wurde.
Aber Carl Weyprecht war ja nicht nur Entdecker, zu dem er
unfreiwilligerweise wurde, sondern mehr noch Wissenschaftler.
Auszug aus einem Nachruf in der Michelstädter Zeitung am 31. März
1911:
„....die Polarreisen, so habe Weyprecht bei einem Vortrag bei der
Naturforscherversammlung in Graz gesagt, sollten in den Dienst der
physikalischen Forschung treten, da sie der Opfer an Gut und Blut nicht
wert seien, so lange sie nur den Zweck hätten, geografische Neugierde
oder nationale Eitelkeit zu befriedigen.“
Seine Arbeit über die „Metamorphosen des Eises“ (1879) findet
sich als Originalausgabe in der Ausstellung, wie auch viele weitere
Bilder und Zeichnungen seiner Forschungsreisen. Weyprechts
Forschungen erstreckten sich auf die Geografie, Geologie, Ozeanografie,
Klimatologie, Biologie, Astronomie und andere Wissenschaftsgebiete.
Sein Ziel war der „...Aufbau einer gut organisierten, durch
internationale Zusammenarbeit intensivierte natur-wissenschaftliche
Erforschung beider Pole“
(HGM, 1995).
Ein Jahr nach Carl Weyprechts Tod fand das von ihm initiierte erste
Internationale Polarjahr statt. Die „Deutsche Gesellschaft für
Polarforschung“ verleiht die Weyprecht- Medaille an
verdiente Polarwissenschaftler. Eine Medaille, die selbstverständlich in
der Ausstellung nicht fehlen wird.
Zahlreiche Nachrufe dokumentieren die hohe Anerkennung die
Weyprecht als Mensch und als Forscher bei seinen Zeitgenossen
besaß.
Videopräsentation: Dr. Heidi v. Leszczynski, die selbst an einer Fahrt nach Franz-Josef-Land
teilgenommen hatte, liest aus dem Roman „Die Schrecken des Eises und der
Finsternis“ von Christoph Ransmayr, Fischer Verlag, Frankfurt, 1987.

... Die Segel sind vom kalten Regen schwer. Manchmal fällt Schnee in
nassen, großen Flocken. Unter den tiefziehenden Wolken bleibt der
Unterschied zwischen Tag und Nacht aus, der Horizont verschwimmt in
Nebelfetzen und einer grauen, endlosen Helligkeit. Die Tegetthoff
stampft durchs Meer, das grob und gewalttätig wird. So waren die
Sturzseen noch nie. Die Brecher , die auf den Barkschoner zurollen,
machen jede Deckwache zur Qual. Die Tiroler Jäger werden abwechselnd
seekrank und können sich kaum mehr auf den Beinen halten; sie pflegen
sich gegenseitig und sprechen einander Mut zu.
"Das Küstenwasser von Nowaja Semlja wird
ruhiger sein; schöne Berge werden wir sehen." So hat es der
Oberlieutnant Payer versprochen. Als die Wellenberge dann endlich
flacher werden und der Wind die Kämme und Grate nicht mehr zerreißt,
zieht eine Kälte auf, in der die Takelage erstarrt, die Rahen und
Masten, das Netzwerk der Wanten – ein perlmuttschimmerndes Segelgerüst,
ein Kunstwerk aus Eis, von dem auch im sanfteren Seegang und in den Böen
gläserne Zapfen losbrechen und auf den Deckplanken zersplittern. Das
Klirren macht die Hunde toll....“
Polarforschung Heute
Expedition heute - Am Beispiel von Spitzbergen
Leihgeber:
- Deutsche Gesellschaft für Polarforschung, Frankfurt
- Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover
- Naturkundemuseum, Gotha
In diesem Ausstellungsteil zeigen wir Exponate, aus dem heutigen
Campleben, wie beispielsweise ein Expeditionsschlauchboot, Tunnelzelt
und vieles mehr, was Wissenschaftler für ihre Forschungsarbeit an
den Polen benötigen. Zudem finden sich hier Informationen zu
Landschaft, Flora und Fauna.
Populärwissenschaftlich werden des weiteren die Forschungsergebnisse
der letzten Jahre und Jahrzehnte dargestellt. Hier wird auf
anschaulichen Bildtafeln dem Besucher die Wanderung der Arktis
im Laufe der letzten 650 Millionen Jahre vom Südpolarbereich
zum Nordpol nahe gebracht.
Videopräsentation: Prof.Dr. Spindler, Hamburg – Expedition in der Antarktis
Polarforschung Morgen
Neue Wege in der Forschungsarbeit
Leihgeber:
- ESOC (Europäisches Operationszentrum für Weltraumforschung- Außenzentrum der ESA), Darmstadt
Hier findet der Besucher die Möglichkeit, sich über neue Wege in der Forschungsarbeit zu informieren.
Um heute die Arktis zu erforschen, ist es nicht mehr zwingend notwendig, dorthin zu fahren,
sondern viele Forschungsversuche etc. werden bereits via Satellit per GPS vorgenommen.
Videopräsentation: Prof. Dr. Eckstein – „Satelliten und die Klimaforschung“
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© 2006-2009 Carl Weyprecht Ausstellung
Letzte Änderung: 13.09.2009 Webmaster: Dr. Dieter Heimer | |
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